Feigenblätter können vielfältig verwendet werden - hier ein paar Anregungen:
*) Feigenblatttee
*) Feigenblattbutter
*) Feigenblattöl
*) Feigenblattgelee
*) Feigenblatt – Panna cotta
Rezept für Feigenblatt Panna Cotta
Zutaten für 6 Portionen:
- 1 Vanilleschote (alternativ: 1 TL gemahlene Vanille)
- 5 – 10 Feigenblätter (größenabhängig, 1 Backblech voll)
- 1 Beutel pflanzliches Geliermittel (6g 30% Agar Agar)
- 500ml Schlagobers (Sahne)
- 30g Zucker
- 1 Prise Salz
- 6 mittelgroße Gläser (100ml)
- junge Feigenblätter zum Garnieren
Zubereitung:
Die Gläser waschen, trocknen und für später bereitstellen.
Feigenblätter waschen, auf einem Backblech ausbreiten und ca.30 Minuten bei 90 Grad Celsius rösten, bis sich die Blätter wölben und knusprig anfühlen.
Die gerösteten Blätter verströmen ein kokosartiges Aroma.
Für die Panna Cotta Vanilleschote längs halbieren und das Mark auskratzen.
100ml Schlagobers zur Seite stellen.
Das restliche Obers zusammen mit Zucker, Vanille und einer Prise Salz aufkochen.
Die Feigenblätter hinzugeben und ein bis zwei Minuten mitkochen lassen.
Danach vom Herd nehmen und mit Deckel 20 Minuten ziehen lassen.
Anschließend die Feigenblätter ausdrücken und entfernen.
Das zur Seite gestellte Schlagobers mit Agar Agar glattrühren und zur restlichen Masse hinzufügen.
Gemeinsam unter Rühren nochmals aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen.
Durch ein Sieb in die Gläser füllen.
Auskühlen lassen und mindestens 4 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.
Beim Servieren mit jungen Feigenblättern garnieren.
Gaumen Hoch Artikel: Feigenblattt-Öl
https://gaumenhoch.at/wissen/feigenblaetter-im-oel-wenn-zwei-gaumen-hoch-betriebe-gemeinsame-sache-machen/
Hier ein interessanter Artikel vom 18.08.2024 'Die Presse':
Eine Zutat mit Betörungspotenzial: Feigenblätter
Ob als Eis, Mayonnaise, Pulver oder Fischverpackung: Wer einmal dem Aroma des Feigenblatts verfallen ist, geht nicht mehr achtlos an Feigenbäumen vorbei.
Erstaunlich, wie lange sich dieser Duft in der Küche zu halten vermag: Ein paar Feigenblätter ins mäßig warme Backrohr gelegt, ein paar Minuten gewartet – ein Raumparfum ist nichts dagegen. Selbst am nächsten Tag duftet das Backrohr noch danach (wenn es nicht in der Zwischenzeit von einem Schweinsbraten belegt war). Wie Feigenblätter riechen, ist schwer zu beschreiben. Betörend jedenfalls, nach Kokos, Matcha und Pandanblättern, die in der südostasiatischen Küche so gern als Aromaspender eingesetzt werden; deren Duft wiederum beschreibt die Kochbuchliteratur meist als vanilleähnlich.
Viele Feigenblattideen in der Gastronomie
In ambitionierten Küchen scheint das Feigenblatt als relativ unbekannte Aromazutat mit hohem Überraschungspotenzial derzeit ein besonderer Liebling zu sein. Im Landhaus Bacher in der Wachau werden winzige Biskotten mit Feigenblattpulver bestäubt, als ein Element eines Dessert aus Schokolade, Paprika und Feigen. Ein Eis von schwarzen Johannisbeeren indes wird hier mit Feigenblattjoghurt serviert. Im Aend im 6. Wiener Bezirk serviert Fabian Günzel demnächst Feigenblatt-Kakigori, ein hauchfein geschabtes Wassereis nach japanischer Art. Das Mraz & Sohn ist ebenfalls ein blatterprobter Schauplatz, wie Feigenblattkardinalschnitte oder Feigenblattbusserl mit Feigenkaffeecreme zeigen.